Ägypten

Pyramiden, Gräber, Pharaonen

Es gibt Länder, deren Name allein schon großes Kopfkino hervorruft. Wo sich spektakuläre Landschaften und kulturelles Erbe verbinden. Perfekte Zutaten für Reisen, die einen besonderen Platz im Herzen haben. Vor 5000 Jahren entstand so ein Land am Nil. Eine Hochkultur die bis heute fasziniert. Erhaben stehen die Pyramiden von Gizeh vor den Toren der Millionenstadt Kairo, immer beschützt von dem wachenden Sphinx. Rund 500km südlicher – am Obernil – beginnen die klassischen Nilkreuzfahrten und offenbaren eine betörende Szenerie: grüne Felder, kleine Dörfer, Minarette und Palmen. Dazwischen säumen Tempel mit mächtigen Säulen voller Hyropgyphen und Reliefs das Ufer des Nils. Wann, wenn nicht jetzt soll ich mit meinen Reisefreundinnen dieses faszinierende Land besuchen? Unseren Traum erfüllen und (fast) ohne andere Touristen bis zur Grabkammer im Inneren der Cheopspyramide vordringen? Den Hadschepsut Tempel und das Tal der Könige besichtigen und die unbeschreibliche Landschaft des Nils an uns vorbeiziehen lassen? Wir werden uns noch lange daran erinnern, an Ägypten, im November 2021.

Wir starten in Kairo und können es kaum erwarten, die berühmten Pyramiden von Gizeh, Weltkulturerbe und das einzige, noch existierende Antike Weltwunder zu besuchen. Tatsächlich ist der erste Tag unserer Ägypten-Reise kaum zu übertreffen. Unser Reiseleiter besteht darauf, dass wir noch vor den anderen Reisenden das Innere der Cheops Pyramide erklimmen, er führt uns zu versteckten Plätzen wo wir die Schönheit der Bauwerke ganz alleine genießen, wir fühlen uns wie Lawrence von Arabien, während unserem Kamelritt durch die Wüstenlandschaft und der absolute Höhepunkt: unser Mittagessen in der Pyramides Lodge mit unbezahlbarer Aussicht. Mehr geht nicht!

Auf dem Nil. Ein rund einstündiger Flug bringt uns nach Luxor, ehemaliges Theben und Hauptstadt der Pharaonen. Riesige Tempelanlagen und -ruinen zeugen von dieser Zeit und wir müssen uns immer wieder erinnern, dass diese Denkmäler bereits zwischen 2000 bis 500 vor Christi erschaffen wurden. Wahnsinn, so alt!

Mit dem Besuch des Tal der Könige erfüllen wir uns einen weiteren Traum. Ehrfürchtig betreten wir einige der geöffneten Gräber. Die unterirdischen Gänge zu den eigentlichen Grabkammern sind unterschiedlich, mal geht es steil bergab, mal verwirren viele Abzweigungen, aber immer sind sie reich verziert mit Geschichten über den Pharao und die geplante Reise ins Jenseits. Gut, daß wir schon ein paar egyptologische Grundbegriffe gelernt haben und so versuchen wir uns im Lesen und Deuten der Hyropglyphen und der Wandmalereien. Sehr schwierig und ganz schön verwirrend!

Nach all diesen Eindrücken genießen wir die Annehmlichkeiten unseres Nilschiffes. Bei herrlich angenehmen Temperaturen können wir uns kaum satt sehen, an der herrlichen Landschaft die an uns vorbeizieht. Grüne Felder und einige Esel und Kühe in Ufernähe, kleine Dörfer, Felukken mit weissen Segeln. Und plötzlich gleitet die alt-ehrwürdige SS Sudan vorbei, das wohl berühmteste Nilschiff, auf dem einst Agatha Christies „Tod am Nil“ gedreht wurde.

Endstation Assuan: die südlichste Stadt Ägyptens soll laut Reiseführer auch die freundlichste sein. Wir lassen uns gerne überraschen und haben uns schon mal einen super Taxifahrer ausgesucht. Der Peugeot 504 mag vielleicht auf den ersten Blick ein bisserl alt ausschauen, aber innen ist alles blitzsauber. Der Kofferraum wurde in Sitzplätze umgebaut, das Gepäck kommt also auf‘s Dach und ein gut gelaunter Fahrer bringt uns in DAS Traditionshotel in Assuan. Im Sofitel Legend Old Cataract erwartet uns kolonialer Charme, toller Service, Ruhe und eine traumhafte Aussicht. Wir genießen, lassen unsere Reise nachwirken und sind glücklich.

… und als die Sonne hinter dem Nil versinkt
senkt sich die blaue Nacht über das Land der Pharaonen.

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