Atemberaubendes Südafrika

Panorama Route

Direkt nach unserer Ankunft am frühen Morgen am Flughafen in Johannesburg ging es für unsere Gruppe mit dem Bus in Richtung Graskop und auf die Panorama Route. Auf dem Programm stand die Besichtigung des Blyde River Canyons. Diese 26 km lange und 800 m tiefe Schlucht aus rotem Sandstein, die den spektakulärsten Abschnitt der nördlichen Drakensberge darstellt, ist auch der drittgrößte Canyon der Welt. Leider hat uns der Nebel auf knapp 1.000 Meter Höhe einen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass wir nichts, aber auch rein gar nichts gesehen haben. Schade.

Dafür hat sich uns von God‘s Window ein herrlicher Blick über das Lowveld geboten. Beeindruckend war auch der kurze Spaziergang zu den Bourke‘s Luck Potholes, markante Felsformationen, die über Jahrmillionen hinweg durch Wasserstrudel aus dem weichen Dolomitgestein herausgewaschen wurden und die der Goldsucher Tom Bourke im Jahr 1870 entdeckt hat. Nach dem Check im Numbi Hotel in Hazelview fieberten wir aber alle dem ersten Höhepunkt unserer Südafrika-Reise entgegen: dem Krüger Nationalpark

Die Big Five: Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe…

…habe ich auf meiner Südafrika-Reise im Krüger Nationalpark bestaunt.

WOW! Ich bin eigentlich nicht der große Tierfreund, Naturdokumentationen stehen bei mir selten am Fernsehprogramm und bei Hunden gehe ich eien Schritt rückwärts. Aber der Krüger Nationalpark hat mich maximal begeistert. Es war ein unglaubliches Erlebnis, bei der Pirschfahrt im offenen Geländefahrzeug all diese Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Wenn Impalas, Giraffen und Zebras einfach so an dir vorbeispazieren, ist das „Afrika-Feeling“ pur. Wir sind Elefanten so nahe gekommen, dass man nur die Hand hätte ausstrecken müssen, um einen von ihnen zu berühren – ein unbeschreibliches Gefühl.

Der Krüger-Nationalpark in Südafrika ist eines der größten Wildreservate Afrikas. Mit einer Fläche von rund 20.000 Quadratkilometern erstreckt er sich über 350 Kilometer von Nord nach Süd. Er beheimatet über 140 Säugetierarten, darunter die „Big Five“, mehr als 500 Vogelarten, 114 Reptilienarten und unzählige Pflanzenarten. Das Gebiet wurde 1898 vom damaligen Präsidenten Paul Kruger als Schutzgebiet initiiert und 1926 offiziell zum ersten Nationalpark Südafrikas ernannt. Es gibt mehrere Haupt-Zufahrtstore sowie zahlreiche Camps, Rastplätze und private Lodges im Park sowie ein mehr als 2.500 Kilometer langes Straßennetz, wovon etwa ein Drittel asphaltiert ist. Der Park zieht jährlich rund 1,4 bis 2 Millionen Besucher an und ist damit eine der touristischen Hauptattraktionen Südafrikas.

Am nächsten Tag sind wir noch einmal mit dem Bus quer durch den Krüger Nationalpark gefahren. Und am Nachmittag stand eine Pirschfahrt im privaten Reservt der Mjejane River Lodge auf dem Programm. Inklusive Sundowner an eine Fluss voller Flusspferde. Einfach magisch.

 

Ich bin auf Sylt

Abenteuer – Natur – Genuss
Nach unserer Ankunft in Kapstadt am frühen Abend, ging es direkt zu unserem Hotel Stay Easy im Zentrum von Kapstadt und anschließend an die Waterfront zum Abendessen im Karibu Restaurant. Bei ausgezeichnetem südafrikanischen Spezialitäten und einer musikalischen Einlage, ging es noch au eine Drink in die Rooftop-Bar im 14. Stock unseres Hotels mit unglaublichem Blick auf das Lichtermehr der Stadt. 

Südafrikanische Spitzenweine
Als Weinliebhaberin habe ich mich auch in die Region rund um Stellenbosch sofort verliebt: zwischen sanften Weinbergen, bei einem exzellenten Glas Wein, gutem Essen und dem Blick über die endlosen Reben fühlt sich Südafrika nach purem Genuss an. Stellenbosch und auch Franschhoek sind gemütliche Städtchen, die mit ihren Geschäften, Boutiquen und Cafès zum Bummeln und Seele baumeln einladen. Selbstverständlich stand auch eine Kellerführung mit anschießender Weinprobe auf unserem Programm.

Haus mit Leuchtturm Sylt

Das Kap der guten Hoffnung 

Wind und Regen haben dafür gesorgt, dass sich die Kapregion bei unserem Besuch nicht von ihre besten Seite gezeigt hat, aber bei schönem Wetter und guter Sicht ist die Fahrt ans Kap mit ihren Passstraßen und Serpentinen ganz bestimmt ein tolles Erlebnis mit zauberhaften Ausblicken.  Auf den letzten Kilometern bis an Afrikas südlichsten Punkt haben wir Paviane in einer total unwirklichen Landschaft sehen können. Am südlichsten Punkt haben Wind und Regen dafür gesorgt, dass wir nach einem schnelle Beweisfoto direkt wieder zurück in den Bus gesprungen sind, um trotz Regenkleidung nicht völlig durchnässt zu werden. Und auch am Cape Point haben wir nur kurz ein paar Fotos geschossen, denn leider war auch die Bahn zum Leuchtturm aufgrund der Witterung gesperrt.

Den Höhepunkt dieses Tages stellte aber ohnehin Boulders Beach dar: den putzigen afrikanischen Pinguine schien das schlechte Wetter nichts auszumachen. Sie posierten ganz ungeniert für die Besucher.

Der Afrikanische Pinguin ist die einzige auf dem afrikanischen Kontinent brütende Pinguinart. Er lebt an den Küsten Südafrikas und Namibias und ist besonders für seine markanten schwarz-weißen Zeichnungen, die rosa Drüsen über den Augen und seinen eselähnlichen Ruf bekannt. Eine der bekanntesten Kolonien ist auf Boulders Beach in Simon’s Town (Kapstadt) zu finden, wo man die Tiere aus nächster Nähe beobachten kann. Diese Art ist stark vom Aussterben bedroht. Hauptursachen für den dramatischen Bestandsrückgang sind Überfischung, der Verlust von Nistplätzen durch historischen Guano-Abbau und Umweltkatastrophen. Die Afrikanischen Pinguine werden etwa 60 bis 70 cm groß und wiegen zwischen 2 und 4 kg. Ihre Hauptnahrung besteht aus Fisch. Sie sind monogam und brüten in selbst gegrabenen Höhlen oder unter Büschen, um sich und ihre Eier vor der afrikanischen Hitze zu schützen. Die südafrikanische Tierschutzorganisation SANCCOB setzt sich aktiv für die Rettung und Aufzucht verletzter oder verwaister Pinguine ein.

Erlebnis Tafelberg

Kapstadt ist  wohl eine der schönsten Städte der Welt. Zwischen dem majestätischen Tafelberg, traumhaften Stränden und dem berühmten Kap der Guten Hoffnung mit seinen rauen Küsten und tosenden Wellen habe ich Südafrika von seiner wohl spektakulärsten Seite erlebt. Bei einer Fahrt auf den berühmten Tafelberg hat sich die Stadt dann auch noch einmal von seiner schönsten Seite und bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel gezeigt.

Mein Fazit:  Ob in der Gruppe oder individuell mit dem Mietwagen – Südafrika ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Gut zu wissen:

  • Direktflüge von Frankfurt nach Johannesburg und Kapstadt
  • spekatkuläre Safaris im Krüger Nationalparkt
  • ideale Reisezeit sind Frühling und Herbst
  • die südafrikanische Sprache „Afrikaans“ hört sich ein bisschen an wie Niederländisch für Grundschüler

 

Strand Sylt
Strand Sylt

Ursula Beltermann, unterwegs im April 2026

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